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STADT & SCHRIFT








Bis in die jüngste Vergangenheit besaßen die Städte und die Landstriche etwas, das sich als ›typographische Identität‹ bezeichnen ließe: das Stadtbild prägende mit der Architektur verbundene Schriften, die, entweder noch in handwerklicher Tradition stehend oder zumindest solche fortsetzend, einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Unverwechselbarkeit des Orts leisteten. Städte wie London, Rom, Paris oder Wien zeichneten sich durch die Bevorzugung bestimmter Schriften oder Schrifttypen aus – und durch jeweils eigentümliche typographische wie architektonische Grundsätze, wie mit diesen Schriften zu verfahren sei.


Wie viele andere ist auch diese Form ortsgebundener Vielfalt aus den Stadtbildern weitgehend ausgemerzt, verdrängt von einer vereinheitlichten und vereinheitlichenden Langeweile, nicht mehr auf den Ort bezogen, sondern auf globalisierte Markenidentitäten und, wenn überhaupt, nur noch in Spuren aufzufinden.

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